Senioren-Union artikuliert Unmut der Älteren zu Impfterminen und Impfpraxis

Pressemitteilung der Senioren-Union Thüringen

Über praktische Fragen hinsichtlich Anmeldung, Termin, Ort und Verfahren zum Impfen werden aktuell nicht nur die Betroffenen der Altersgruppe über 80, sondern auch betreuende Angehörige in Thüringen weitgehend im Unklaren gelassen. "Unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sind verängstigt und verärgert, da sie mit den Schwierigkeiten, zum Beispiel beim Anmelden eines Impftermins, allein gelassenen werden", mahnt der Landesvorsitzende der Thüringer CDU Senioren-Union, Rolf Berend. „Viele unserer älteren Menschen können sich nicht selbst im Internet um einen Termin kümmern, scheitern in telefonischen Warteschleifen und an nicht nachvollziehbaren Schwierigkeiten im Anmeldungsverfahren“, so Berend.

Vorbildlich seien z.B. Länder wie NRW, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Bayern, die den betreffenden Personenkreis persönlich anschreiben und wenigstens über die Anmeldemodalitäten aufklären.

„Jede Stadt, jede Gemeinde, jeder Landkreis kennt die Altersstruktur seiner Bewohner, da muss eine solche Information an eine bestimmte Zielgruppe einfach möglich sein. Bei Wahlen erhält doch auch jeder Bürger eine Wahlbenachrichtigung, wann er wo wählen kann. Und das soll bei Corona nicht gehen?“, fragt der Seniorenpolitiker und kritisiert das „totale Durcheinander in Thüringen“.

Inzwischen warne die Polizei bereits vor falschen telefonischen Angeboten zu Hausbesuchen und angeblichen Impfterminen. Dies zeige, wie kriminelle Elemente versuchten, entstandene Unsicherheit auszunutzen, um Zugang zu Wohnungen von Senioren zu erlangen.

„Höchste Zeit, dass der Freistaat in Punkto Impfpraxis diese Zustände überwindet und die rote Laterne in Deutschland abgibt", so der Landesvorsitzende als Sprachohr der betroffenen Senioren in Thüringen.