Dr  Moeller Herr Krebs Herr Walk Frau Sachse Frau Rudolph

Eine Stunde nach Mitternacht am 13. August 1961 wurden nicht nur in Berlin mit der geheim geplante „Aktion Rose“ mit dem Bau der Mauer Fakten geschaffen

- auch unmittelbar vor den Toren Eisenachs wurden an jenem Tag die Grenzen geschlossen, Familien getrennt, Orte weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten.

Demokraten gedenken 60 Jahren Mauerbau

Eine Stunde nach Mitternacht am 13. August 1961 wurden nicht nur in Berlin mit der geheim geplante „Aktion Rose“ mit dem Bau der Mauer Fakten geschaffen - auch unmittelbar vor den Toren Eisenachs wurden an jenem Tag die Grenzen geschlossen, Familien getrennt, Orte weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten.

Es ist inzwischen eine gute Tradition, dass CDU Eisenach und SPD Eisenach am 13. August der Teilung Deutschlands und derer Opfer vor Ort an der ehemaligen Grenze gedenken, so auch in diesem Jahr, als sich die Ereignisse des 13. August 1961 zum 60. mal jährten und im benachbarten Herleshausen der Grundstein für den neuen WERRAGrenzPark gelegt wurde.

"Es darf keinen Schlussstrich unter das begangene SED-Unrecht geben. Unsere gemeinsame Aufgabe muss es sein, diese Erinnerung wach zu halten." so MdL und CDU-Stadtverbandsvorsitzender Raymond Walk in seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen Gedenkfeier im einst unmittelbar an der Staatsgrenze gelegenen Eisenacher Ortsteil Göringen. Er erinnerte daran, welchen Aufwand und wie viele seiner knappen Ressourcen das DDR-Regime in den Ausbau der Grenze investierte, Grenzanlagen, die als "Schutzwall" propagiert wurden, aber einzig dem Zweck dienen sollten, die Bürger ihrer Freizügigkeit zu berauben und im eigenen Land festzuhalten. Ein "unmenschliches, verlogenes System", so Walk.

In seinem Grußwort unterstrich Landrat Reinhard Krebs die angespannte Atmosphäre, die damals in der Sperrzone herrschte, er erinnerte an Zwangsumsiedlungen und geschliffene Siedlungen und Höfe im Grenzgebiet der Wartburgregion. Umso wichtiger sei es, die Erinnerung daran aufrechtzuerhalten, denn „Deutsche dürfen Deutschen so etwas nie wieder antun“.

Ein emotionaler Höhepunkt war der Bericht der Göringer Bürgerin Elfriede Köcher, die aus ihren persönlichen Erfahrungen von ihrem Leben im 500-m-Sperrstreifen berichtete, von ständiger Überwachung und Kontrolle, von Zwangsumsiedlungen befreundeter Familien, aber auch von Hoffnung, Zusammenhalt und Heimatverbundenheit, die das Leben unmittelbar am Stacheldraht erträglich machten.

Musikalisch wurde die Gedenkveranstaltung vom Posaunenchor Neuenhof würdevoll umrahmt.